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Holzblasinstrumente

Die Holzblasinstrumente lassen sich unterteilen in die Flöteninstrumente (mit Anblaskante) und die Instrumente mit einem oder zwei schwingenden Rohrblättern.

Flöteninstrumente

Die ältesten Instrumente mit Anblaskante, wahrscheinlich die ältesten Blasinstrumente überhaupt, sind jene in der Art der >Blockflöte. Auch die Panflöte lässt sich weit in die Vorzeit zurückverfolgen. Die Flöte des Alten Testaments heißt Chalil. Aus der Schwegelpfeife des Mittelalters entstand die Traversflöte, die sich zur >Querflöte und ihren Unterarten (Piccoloflöte, Altflöte) weiterentwickelte.

 

Blockflöte

Dieses Instrument hat eine sehr lange Tradition: erste Funde und Bilder von Blockflöten gibt es aus der Antike, und vom Mittelalter bis ca. 1750 war dieses Instrument in den verschiedensten Musikstilen sehr beliebt und weit verbreitet. Die Bandbreite der entsprechenden Musik reicht von mittelalterlichen Tänzen bis zu den hochvirtuosen Konzerten Vivaldis. Im 20. Jahrhundert wurde die Blockflöte nach einem ca. 200jährigen Dornröschenschlaf wieder entdeckt, und seither entstehen Jahr für Jahr die unterschiedlichsten Kompositionen und Arrangements: Moderne, Pop, Jazz....

 

Das Fach Blockflöte bietet an unserer Musikschule viele unterschiedliche Möglichkeiten:

Der Anfang wird in den allermeisten Fällen im Gruppenunterricht (im Schnitt vier Kinder in einer Gruppe) gemacht. Neben dem Angebot in den Musikschulräumen an den Nachmittagen gibt es in einigen Grundschulen Blockflötenkurse (das Angebot wird von den Schulen gemacht!).

Das Instrument hierfür ist die Sopranblockflöte. Das früheste Einstiegsalter liegt bei ca. 6 Jahren.

 

Meist wird nach 2-3 Jahren Unterricht auf der Sopranflöte zur Altblockflöte gewechselt.

Der Unterricht ist weiterhin als Gruppenunterricht möglich, jedoch besteht auch die Möglichkeit, fortführend Einzelunterricht zu bekommen.

 

Wenn die Grundlagen auf Sopran- und Altblockflöte gelegt sind, können die Schüler mit wenig Aufwand auch Tenor- und Bassflöte spielen lernen.

 

Schüler, die sicher die Töne der Flöte beherrschen und rhythmisch sicher sind, können gern das Zusatzangebot der Musikschule >'Blockflötenensemble' wahrnehmen, in dem in einer größeren Gruppe (bis zu 12 Schülern) sehr unterschiedliche Musik von 1550 – 2006 gespielt wird.

 

Die Blockflötenschüler der Musikschule sind auch immer wieder bei Konzerten und Vorspielen gefragt.

 

An unserer Musikschule wird die Blockflöte in barocker Griffweise unterrichtet.

Das Einsteigerinstrument Sopranflöte gibt es aus Holz (ab ca. € 55,-) oder Plastik (ca. € 20,-), die weiterführende Altblockflöte (Holz ab ca. € 180,- / Plastik € 35,-). Die Tenor- und Bassflöten sind als Leihinstrumente in der Musikschule vorhanden.

Bitte sprechen Sie einen Instrumentenkauf immer mit den Lehrkräften der Musikschule ab, um eventuelle Fehlkäufe zu vermeiden.

 

Querflöte

Die Querflöte ist ein Holzblasinstrument mit Anblaskante, das aus der mittelalterlichen als Querpfeife beziehungsweise Schwegelpfeife hervorgegangen ist. Um 1750 (gegen Ende des Barock) etablierte sich die Querflöte neben der Blockflöte zu einem bedeutenden Solo- und Orchesterinstrument.

 

Dem Instrumentenbauer Theobald Böhm hat die Querflöte ihre heutige Form (wieder zylindrisch) zu verdanken. Um 1850 entwickelte dieser ein chromatisches Klappensystem, welches die Anbringung der Tonlöcher allein nach akustischen Gesichtspunkten ohne Rücksicht auf die Greifbarkeit ermöglichte. Heute sind alle modernen Flöten sogenannte Böhmflöten. Dieses System wurde übrigens auch auf andere Holzblasinstrumente (zum Beispiel Klarinette) übertragen.

 

"Der Klang der Flöte ist von allen Klängen, die der Mensch erzeugen kann, der reinste. Die Klarheit des Flötentons gibt für mich den vollkommenen Ausdruck einer natürlichen Einfachheit wieder, nach der die Musik von jeher strebt. Der Flöte ist die außergewöhnliche Gabe eigen, uns in Reiche jenseits von Missgunst und Streit zu versetzen. Die Stimmung, die die Flöte hervorruft, ist die der Sehnsucht, der Melancholie, aber einer Melancholie ohne Bitterkeit. Nicht umsonst hat Hippokrates den Klang der Schäferflöte als Arznei für die Genesung von Körper und Geist verschrieben."
Yehudi Menuhin

 

Die Querflöte gehört zu den am meisten verbreiteten Holzblasinstrumenten. Das Einstiegsalter für den Beginn liegt bei ca. 10 Jahren. Der Unterricht kann auch schon in Einzelfällen bei kräftigen und motivierten Kindern früher beginnen. Für den Anfangsunterricht werden in der Regel Kleingruppen eingerichtet.

 

Leihinstrument: vorhanden (incl. Jupiter-Kinderflöten für kleinere Kinder)
Anschaffungskosten: ca. 550€ für neue Instrumente, gebraucht günstiger
Unterrichtsorte: Wildeshausen, Ganderkesee, Sandkrug, Wüsting
Lehrkräfte: Birgit Fischer, Andreas Evers

 

Rohrblattinstrumente

Die ältesten Vertreter dieser Art sind die primitiven Doppelrohrblattinstrumente in Ägypten und Griechenland (Aulos), Vertreter sind Schalmei, Rankett und Pommer. Im modernen Orchester findet man >Oboen (Oboe d'amore, Heckelphon, Englischhorn) und >Fagotte (Kontrafagott). Aber auch im Dudelsack und anderen Instrumenten mit Windkapsel (wie der Zurna) stecken Doppelrohrblätter.

 

Aus dem Chalumeau mit einfachem Rohrblatt entwickelte sich die >Klarinette (und ihre Unterarten Bassklarinette und Bassetthorn). Auch das >Saxophon gehört zu den Holzbläsern, weil es ein der Klarinette ähnliches Mundstück hat.

 

Klarinette

Gegen 1700 „erfand“ der Nürnberger Instrumentenbauer Johann Christoph Denner die Klarinette. Frühe Klarinettenkompositionen gibt es z. B. von Antonio Vivaldi, der um 1740 drei Concerti grossi für zwei C-Klarinetten und zwei Oboen geschrieben hat. Als festes Orchesterinstrument etablierte sich die Klarinette offenbar erst ab 1778.

 

Bei den Klarinetten unterscheidet man grundsätzlich das > Deutsche System (Oehler) und das > Böhm System

Diese Systeme haben eine unterschiedliche Grifftechnik und eine Entscheidung darüber sollte immer gemeinsam mit dem Instrumentallehrer getroffen werden. An unserer Musikschule werden beide Systeme unterrichtet.

 

Ähnlich wie die Blockflöte gibt es die Klarinette in verschiedenen Tonlagen:

um nur die geläufigsten zu nennen. Es sollte mit einer Bb-Klarinette begonnen werden.

 

Das Einstiegsalter liegt zwischen 8 und 10 Jahren, wobei es für sehr junge Anfänger kindgerechte Klarinetten gibt.

Die Kosten für eine Klarinette aus Holz liegen bei ca. 900,- €, ein Instrument aus Kunststoff bekommt man für ca. 500,- €. Ist man sich bei der Wahl des Instruments nicht ganz sicher, so gibt es die Möglichkeit eines Mietkaufs.

 

Die Einsatzbereiche der Klarinette sind sehr vielfältig:

> Sinfonieorchester
> Kammermusik (Bläserquintett, Klarinettenquartett usw.)
> Blasorchester
> Folklore-Ensemble
> Big Band / Dixielandband
> Klezmer-Musik

 

Saxophon

Erstmalig erwähnt wird das Saxophon in einem Zeitungsartikel von 1842, worin der Komponist Hector Berlioz seine Klangeigenschaften beschreibt.

 

Erfunden wurde das Saxophon von Adolphe Sax, einem belgischen Musiker und Instrumentenbauer.

 

Die umfangreiche Saxophonfamilie besteht aus dem kleinsten und somit höchsten Instrument, dem Sopranino-Saxophon, gefolgt von

Diese Abbildung zeigt einen der berühmtesten Interpreten klassischer Saxophonmusik. Es ist der 1907 in WuppertaI geborene und Anfang der dreißiger Jahre aus politischen Gründen in die USA emigrierte Sigurd M. Rascher, hier mit der vollständigen Saxophonfamilie.

Von links nach rechts: Tenor, Bariton, Sopranino, Alt, Sopran (gebogene Form!), Bass und Kontrabass.

 

Am gebräuchlichsten sind das Sopran-, Alt-, Tenor- und Bariton-Saxophon.

Angefangen wird mit dem Alt-Saxophon. Das Einstiegsalter liegt bei 10 Jahren. Die Kosten für ein Alt-Saxophon belaufen sich auf ca. 1200,-€.

 

Zur Zeit seiner Erfindung setzte man das Saxophon überwiegend in Militärkapellen ein. Heutzutage findet man es als Standardbesetzung im Blasorchester sowie im Jazz-, Rock- und Popbereich.

 

Für das „klassische“ Saxophon haben vornehmlich jüngere französische Komponisten, wie z.B. E. Bozza komponiert. Zahlreiche ältere klassische Kompositionen hat man für Saxophon und Klavier transkribiert (umgeschrieben).

 

Oboe

Text folgt..

 

Fagott

Text folgt..