Suche:

Musikschul Mail

Tragen Sie sich für unseren Musikschul Mail Newsletter ein und Sie werden automatisch über unsere Aktivitäten, Neuigkeiten und Konzerte auf dem Laufenden gehalten.

Email Adresse:

Bestellen: Abbestellen:

Was lange währt...

Das für einen Monat nach den Sommerferien terminierte Schülervorspiel in Hude fand nunmehr am 9. November statt, und das war gut so, denn es wurde ein gutes Vorspiel! Die Stundenpläne stehen, die Schule geht ihren geregelten Gang, die Beiträge wurden mit Ruhe vorbereitet und hatten dementsprechend hohes Niveau.

 

Elena

 

Eröffnet wurde der Abend in der Aula der Peter-Ustinov-Schule mit „Der letzte Walzer“ von Terzibaschitsch von Hanna Gerdes und Elena Kasigam Klavier zu vier Händen. Elena fuhr fort mit der Air BWV 1068 von J. S. Bach, und spielte danach mit viel Gefühl und schön gestaltet „River flows in you“ von Yiruma.


Alexander

Alexander Labohm, Gitarre, spielte mit seinem Lehrer „Fast Steps“ und „Villa Carlos“ von Joep Wanders.

 

Danach hatte der jüngere Klaviernachwuchs das Wort: Anna Tabea Stecher spielte eine komplexe „Gute-Nacht-Geschichte“ von Aram Chatschaturjan sehr sicher und überzeugend, und Tobias Neuse brachte den Oldie „Popcorn“ und munter gallopierende „Indianerponys“ zu Gehör.

 

Ein erstes gestrichenes Intermezzo von Melanie Zafra-Koch, Violine, war die Titelmelodie von Star Wars – die dunkle Seite der Macht wurde aber sofort von Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ in die Schranken verwiesen. Jarred Bädeker am Klavier musizierte mit zupackendem Ton – es ist immer schön, wenn die offenkundig jungen Leute am Flügel so unbefangen zu Werke gehen!

 

fl

 

Emilia Neumann, Nadine Kopetzki, Antke Hommers und  Jule Heier mussten mit ihren Blockflöten allein auf die Bühne und boten 5 Suitensätze von E. Ph. Chédeville. Das Publikum applaudiert und bekommt doch einen Teil der Leistung nicht mit: verabredeter Stimmentausch mitten im Stück, dezentes Anzählen zwischen Tambourin 1 und 2 – im Zusammenspiel werden nicht nur die Noten bewältigt!


Mein Lieblingsinstrument, das Violoncello, stellte Gesa Lueken mit einem launigen Stück namens   “Forward, March!” von Hugo Schlemüller vor. (Ganz privat bin ich ja immer noch der Meinung, dass in Hude viel zu wenig Cello gespielt wird!)
 
Die zweite Darbietung von “River Flows in You” wurde sehr gefühlvoll, sauber und atmend von Sina Schwirtz gespielt. Beide Pianistinnen haben sich von dem “Dopplereffekt” nicht irritieren lassen und sehr überzeugende Fassungen geboten.


Die Sonate 3 für Blockflöte und Basso Continuo von J. C. Pepusch spielte Lara Bruns auf ihrer schönen Tenorflöte mit Ruhe in den langsamen und Schwung in den Allegrosätzen.
Ein wirklich schöner Moment des Konzertes war das Regentropfen-Prélude von Chopin, gespielt von Marieke den Hertog. Sehr sauber ausgearbeitet, mit viel klanglicher Fantasie, gutem Timing und Sinn für die Form des Stückes – das war eine runde Sache!

 

Wie alle Streicher des Abends wurde Jule Heier, Violine von Herrn Asanuma am Klavier kompetent und einfühlsam begleitet. Sie spielte von Friedrich Seitz aus dem Konzert für Violine und Klavier Nr.1 G-Dur die Sätze Adagio und Allegretto moderato.


Ein polyphones Werk von J.S. Bach ist - bitte sehr – immer eine Leistung! Michal Steinau, Klavier spielte die Fuge Es Dur aus dem 2. Band des Wohltemperierten Klaviers sicher, klangschön und unaufdringlich.

 

Antonia

 

Den Schluß des Konzertes bildete diesmal ein Gitarrenduo: F. Carullis Notturno op. 128 ist ein umfangreicheres und schwieriges Stück, das von Antonia Müller mit ihrem Lehrer an der zweiten Gitarre mit präsentem Ton und der nötigen Risikobereitschaft in den schnellen Sätzen sauber gespielt wurde und entsprechend viel Beifall vom zahlreichen Publikum bekam.
Danach zurückhaltende Auflösung der Versammlung, weil Lehrer und Eltern noch zusammen standen und sich über viele gelungene Beiträge unterhielten!

Ulrich Meyer